top of page

Abgebrochener Schlüssel im Schloss

  • 3. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. März

Ein abgebrochener Schlüssel trifft einen immer im falschen Moment. Die Tür lässt sich nicht mehr öffnen, der abgebrochene Teil steckt im Schloss. Was jetzt?



Warum bricht ein Schlüssel ab?

Die Einkerbungen im Schlüssel, die kleinen Stufen und Einschnitte, schwächen das Material an genau diesen Stellen.

Bei jeder Umdrehung wirkt dort mehr Kraft als am Rest des Schlüssels. Mit der Zeit entstehen unsichtbare Risse, bis der Schlüssel irgendwann bricht. Oft ohne besonderen Kraftaufwand.


Begünstigt wird das durch mehrere Faktoren:

  • Kälte: Messing wird bei starkem Frost spröder. Ein vereistes Schloss mit einem älteren Schlüssel ist eine häufige Kombination beim Schlüsselbruch.

  • Falsche Handhabung: Zu viel Kraft beim Drehen, Rütteln am Schloss oder das Hängenbleiben am Schlüsselbund erhöhen die Belastung deutlich.

  • Vorschäden am Schlüssel: Ein bereits verbogener oder zerkratzter Schlüssel bricht leichter – bestehende Schwachstellen vertiefen sich mit jedem Schließvorgang weiter.

  • Defektes oder schlecht justiertes Schloss: Wenn der Schließzylinder klemmt oder verzogen ist, muss der Schlüssel mehr Widerstand überwinden als vorgesehen. Das beschleunigt den Verschleiß erheblich.



Das Sicherheitsrisiko

Der abgebrochene Schlüsselteil enthält alle sicherheitsrelevanten Informationen.

Wer das Bruchstück hat, kann damit einen Nachschlüssel anfertigen lassen. Ist das Stück weg oder sein Verbleib unklar, sollte der Schließzylinder ausgetauscht werden.



Was sofort zu tun ist

Ruhe bewahren. Hektik treibt das Bruchstück tiefer ins Schloss und macht die Lage schlimmer. Ragt noch ein Stück heraus, kann man es oft mit einer Spitzzange herausziehen.

Langsam, gleichmäßig, ohne Druck nach innen. Ein feines Sägeblatt, dessen Zähne als Widerhaken wirken, funktioniert ebenfalls gut.


Steckt das Bruchstück tiefer, gibt es zwei weitere Möglichkeiten. Sitzt es noch tief genug, um alle Stifte im Zylinder zu bedienen, lässt es sich manchmal noch drehen. Dann kann man den Zylinder ausbauen und das Stück von hinten herausdrücken.

Bei einem Doppelzylinder lohnt es sich, von der Innenseite einen zweiten Schlüssel einzuführen und das Bruchstück vorsichtig herauszuschieben.


Zwei Dinge unbedingt vermeiden: Mit Nadeln oder Draht im Schlüsselloch stochern schiebt das Stück nur tiefer hinein. Sekundenkleber klingt praktisch, verklebt aber in den meisten Fällen den Zylinder von innen. Dann hilft nur noch ein Fachmann.



Vorbeugen

Schlösser regelmäßig schmieren hält sie geschmeidig und schont den Schlüssel. Wer merkt, dass sein Schlüssel schon älter aussieht oder schlechter schließt, sollte frühzeitig einen Ersatz anfertigen lassen. Wenn der Schlüssel nicht selbst entfernt werden kann, ist eine Türöffnung durch einen Schlüsseldienst der nächste Schritt.


Was ein Schlüsseldienst-Einsatz in Stuttgart kostet und wo die Preise fair sind, steht im Artikel Was kostet ein Schlüsseldienst in Stuttgart.



Quellen und weiterführende Literatur



Kommentare


bottom of page