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Einbruchschutz im Urlaub, so bleibt Ihr Zuhause sicher

  • 26. Feb.
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 23. Juli

Wer verreist, lässt die Wohnung ein bis zwei Wochen allein. Genau diese lange Abwesenheit ist die Gelegenheit, auf die ein Einbrecher wartet. Eine Wohnung, die verlassen aussieht, zieht ihn an. Mit ein paar Handgriffen vor der Abreise drehen Sie das um. Ich bin Carlos, Schlüsseldienst in Stuttgart-Freiberg, und ich gehe sie mit Ihnen durch, von der Tür über die Nachbarschaft bis zu den Wertsachen.


Warum Einbrecher die Urlaubszeit lieben

Einbruch ist kein seltenes Pech. Die Polizei zählte 2025 in Deutschland rund 82.900 Wohnungseinbrüche. Aufgeklärt wird davon nur etwa jede siebte Tat. Vorbeugen schützt also mehr als jede Fahndung danach.


Es gibt aber eine gute Nachricht. Fast die Hälfte dieser Taten blieb im Versuch stecken, 44,9 Prozent. Oft hielt die Technik an Tür und Fenster, oft wurde ein Nachbar aufmerksam. Ein Einbrecher sucht den leichten Weg. Er meidet Zeugen, und er meidet Zeit. Wer im Urlaub ist, nimmt ihm beide Sorgen ab, denn niemand kommt heim und niemand schaut hin.


Deshalb lohnt sich jede Minute, die Sie ihn kosten. Am schnellsten ist er durch eine Tür, die nur zugezogen ist. Dort fange ich an.


Die Tür abschließen, nicht nur zuziehen

Die häufigste Nachlässigkeit ist die zugezogene Tür. Wer nur zuzieht, verlässt sich auf die Falle, während der Riegel offen bleibt. Ich sehe das als Schlüsseldienst oft genug. Drehen Sie den Schlüssel darum zweimal herum, erst dann fährt der Riegel ganz aus. Das kostet einen Handgriff und bringt am meisten.


Fenster gehören ganz geschlossen, nicht auf Kipp. Für einen Einbrecher ist ein gekipptes Fenster ein offenes Fenster. Über den Spalt hebelt er in Sekunden. Denken Sie auch an Keller und Dachboden. Dort schaut selten jemand hin, und dort steigt er gern ein.


Ein Punkt für das Portemonnaie kommt dazu. Viele Versicherer werten die nur zugezogene Tür bei längerer Abwesenheit als grobe Fahrlässigkeit. Nach einem Einbruch kürzen sie dann die Leistung, oft um die Hälfte. Wer abschließt, ist schneller sicher und besser abgesichert.


Die Wohnung bewohnt aussehen lassen

Der nächste Hebel ist der Eindruck von außen. Eine Wohnung soll aussehen, als käme jeden Moment jemand zur Tür. Bitten Sie einen Nachbarn, ein Familienmitglied oder einen Freund um ein wachsames Auge.


Diese Person kann den Briefkasten leeren, damit er nicht überquillt. Sie kann die Rollläden am Morgen hoch und am Abend herunterlassen. Sie kann Pakete annehmen und die Mülltonne rausstellen. Ein voller Briefkasten und eine Tonne, die wochenlang steht, verraten die leere Wohnung sofort.


Rollläden, die tagsüber unten bleiben, sind ein Signal. Sie sagen dem Täter, hier ist niemand. Lassen Sie darum Licht über eine Zeitschaltuhr laufen. Am Abend etwas Helligkeit im Wohnzimmer täuscht Anwesenheit vor. Und lassen Sie Ihr vollgepacktes Auto nicht tagelang vor der Tür stehen. Auch das zeigt, dass die Reise bevorsteht.


Nichts liegen lassen, was dem Täter hilft

Manchen Einbruch macht man dem Täter unnötig leicht. Der Ersatzschlüssel unter der Fußmatte gehört dazu. Auch der Blumentopf neben der Tür und die Fuge über dem Rahmen sind bekannt. Diese Verstecke kennt der Profi besser als Sie. Geben Sie den Schlüssel lieber einem Menschen, dem Sie vertrauen. Bei den Großeltern oder dem Nachbarn liegt er sicher und ist im Notfall schnell da.


Auch im Garten liegt oft eine Einladung. Eine Leiter, ein Gartenstuhl, eine Mülltonne oder eine Kiste wird zur Räuberleiter ans Fenster im ersten Stock. Räumen Sie solches Gerät vor der Abreise weg.


Nicht verraten, dass niemand da ist

Die Abwesenheit spricht sich schnell herum, oft durch Sie selbst. Das Urlaubsfoto am Strand, live gepostet, ist eine Nachricht an jeden Mitleser. Die Wohnung steht leer. Warten Sie mit den Bildern, bis Sie zurück sind. Die Fotos sind hinterher genauso schön, und niemand liest vorher mit, dass niemand daheim ist.


Auch der Anrufbeantworter plaudert manchmal zu viel. Eine Ansage, dass Sie zwei Wochen verreist sind, hat dort nichts zu suchen. Ein neutraler Text reicht völlig.


Wertsachen und Papiere sichern

Was ein Einbrecher nicht findet, kann er nicht mitnehmen. Schmuck und größere Bargeldbeträge gehören nicht in die Nachttischschublade. Das ist der erste Ort, an dem er sucht. Ein Bankschließfach mit Schließfachversicherung ist der sicherste Platz für alles, was Sie im Urlaub nicht brauchen.


Wollen Sie einen eigenen Tresor, kommt es auf die Verankerung an. Ein Safe muss fest im Boden oder in der Wand sitzen. Sonst trägt der Täter ihn einfach mit hinaus.


Wenn Sie die Tür dauerhaft sicherer machen wollen

Die Tipps bis hierher schützen die eine Reise. Wer dauerhaft ruhiger schlafen will, stärkt die Mechanik der Tür. Ein Gelegenheitstäter sucht den schnellen Erfolg und lässt ab, wenn er auf Widerstand trifft. Die Polizei empfiehlt darum geprüfte Technik ab Widerstandsklasse RC2 nach DIN EN 1627.


Ein Querriegel oder Panzerriegel verteilt die Kraft über die ganze Tür. Eine Mehrfachverriegelung verhakt sich an mehreren Punkten im Rahmen. Ein Schutzbeschlag deckt den Zylinder ab. Welche Stufe zu Ihrer Tür passt, zeigt der Ratgeber zur sicheren Tür, vor Ort schaue ich es mir an. Zur Miete klären Sie den Einbau vorher mit dem Vermieter. Was dabei erlaubt ist, erklärt der Artikel zum Einbruchschutz in der Mietwohnung.


Ich bin Mechatroniker und habe drei Jahre als Schlosser im Nahverkehr gearbeitet. Auf dem ABUS-Seminar für Öffnungstechnik habe ich gelernt, wo eine Tür nachgibt. Diesen Blick bringe ich zu Ihnen mit. Ich schaue mir die Tür in Stuttgart und im Umland an und sage vorher, was sinnvoll ist.


Fällt Ihre Tür einmal zu, während Sie packen, komme ich zur Türöffnung zum Festpreis. 99 Euro, ohne Zuschlag für Abend oder Wochenende. Für eine Nachrüstung nenne ich den Preis vorher am Telefon. Sie erreichen mich unter 0151 47249421. Wer vorher wissen will, mit wem er es zu tun hat, liest, wer ich bin.


Häufige Fragen zum Einbruchschutz im Urlaub


Reicht es, die Wohnungstür nur zuzuziehen?

Nein. Eine zugezogene Tür hält nur die Falle, der Riegel bleibt offen. Sie gibt schneller nach als eine abgeschlossene. Drehen Sie den Schlüssel darum zweimal herum. Viele Versicherer werten das bloße Zuziehen bei längerer Abwesenheit zudem als grobe Fahrlässigkeit und kürzen nach einem Einbruch die Leistung.


Soll ich die Rollläden im Urlaub unten lassen?

Besser nicht. Rollläden, die tagsüber wochenlang unten bleiben, zeigen dem Täter die leere Wohnung an. Lassen Sie einen Nachbarn sie morgens hochfahren und abends herunter. Eine Zeitschaltuhr für das Licht hilft zusätzlich. So wirkt die Wohnung bewohnt und nicht verlassen.


Zahlt die Hausratversicherung bei einem gekippten Fenster?

Oft nicht voll. Für Versicherer gilt ein gekipptes Fenster als offenes Fenster. Das Landgericht Frankfurt sah darin eine Verletzung der Sicherungspflicht und sprach dem

Bestohlenen nichts zu. Ein anderes Gericht kann anders entscheiden. Schließen Sie Fenster vor der Abreise darum immer ganz und prüfen Sie Ihre Police.


Wird im Sommer oder im Urlaub mehr eingebrochen?

Der Sommer ist nicht die Hauptzeit. Die dunkle Jahreszeit mit ihrer frühen Dämmerung gilt als die kritischste. Der Urlaub bleibt aber immer heikel. Ihre Wohnung steht dann ungewöhnlich lange leer, und diese lange Abwesenheit ist die Gelegenheit, auf die ein Täter wartet.


Soll ich der Polizei meinen Urlaub melden?

Nein, die Polizei brauchen Sie dafür nicht. Sagen Sie stattdessen den Nachbarn Bescheid und bitten Sie um ein wachsames Auge. Wer etwas Verdächtiges bemerkt, wählt im Ernstfall die 110. Diese Aufmerksamkeit aus der Nachbarschaft stoppt viele Einbrüche früher als jede Technik.


Quellen

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