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Wer bezahlt den Schlüsseldienst?

  • 3. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 7 Tagen

Wer zahlt Schlüsseldienst — das kommt auf die Situation an: Aussperrung, Schlossdefekt oder Fremdverschulden werden unterschiedlich behandelt.

Wer sich aussperrt oder den eigenen Schlüssel verliert, zahlt in den meisten Fällen selbst.

Ob eine andere Stelle einspringt, hängt davon ab, wie es zum Problem gekommen ist.



Der Vermieter

Sind Schloss oder Zylinder durch normalen Verschleiß defekt, trägt der Vermieter die Kosten.

Wichtig: Zuerst den Vermieter anrufen und dokumentieren, dass man es versucht hat. Im Streitfall gilt der Verbindungsnachweis als Beleg.


Ausnahme: Enthält der Mietvertrag eine Kleinreparaturklausel, in der das Schloss oder der Zylinder ausdrücklich genannt ist, kann die Kostenpflicht auf den Mieter übergehen.



Die Hausratversicherung

Nach einem Einbruch, Einbruchsversuch oder Raub übernimmt die Hausratversicherung die Kosten für den Schlosswechsel. Voraussetzung ist, dass der Tarif diese Leistung einschließt. Beim schlichten Schlüsselverlust zahlt sie nicht.

Die Versicherung verlangt in der Regel einen Polizeibericht, bevor sie leistet. Den sollte man unmittelbar nach dem Vorfall anfertigen lassen.



Die Privathaftpflicht

Geht ein fremder Schlüssel verloren, etwa vom Vermieter, Arbeitgeber oder einer Schließanlage, ist die Privathaftpflicht zuständig, sofern Schlüsselverlust im Vertrag mitversichert ist. Das gilt auch, wenn dadurch eine komplette Schließanlage ausgetauscht werden muss.


Autoschlüssel sowie Tresor- und Schließfachschlüssel sind in vielen Tarifen nicht mitversichert. Wer das braucht, sollte den Vertrag prüfen.


Wird ein fremder Schlüssel bei einem Einbruch in der eigenen Wohnung gestohlen, besteht in der Regel keine Haftung, weil kein eigenes Verschulden vorliegt..



Der Schutzbrief

Beim klassischen Aussperren ist der Haus- und Wohnungsschutzbrief der direkteste Weg. Er greift unabhängig davon, ob ein Einbruch vorliegt.


Wer einen Schutzbrief hat, ruft im Notfall zuerst die Hotline der Versicherung an. Wer selbst einen Schlüsseldienst beauftragt und danach die Rechnung einreicht, bekommt die Kosten oft nicht erstattet. Der Versicherer beauftragt einen Partner und übernimmt die Kosten, typischerweise bis 500 Euro pro Einsatz.


Bevor Sie einen Schlüsseldienst beauftragen, prüfen Sie die Merkmale eines seriösen Anbieters. In unserem Ratgeber Seriösen Schlüsseldienst erkennen erfahren Sie, welche Warnsignale es gibt und was bei einer überhöhten Rechnung zu tun ist.


Der Schutzbrief deckt meist mehr ab als nur den Schlüsseldienst. Sanitär, Elektro, Heizungsausfall und Schädlingsbekämpfung sind häufig eingeschlossen.



Wo es den Schutzbrief gibt

Meistens als Zusatzbaustein zur Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung, ab etwa 16 bis 60 Euro pro Jahr je nach Anbieter. Alternativ als eigenes Produkt bei Automobilclubs oder als Assistance-Leistung in Bank- und Kreditkartenpaketen.


Für alle ohne Hausratversicherung gibt es auch eigenständige Schlüsselversicherungen bei spezialisierten Anbietern.


Wie sich die Kosten zusammensetzen und welche Preise in Stuttgart üblich sind, erklärt der Artikel Was kostet ein Schlüsseldienst in Stuttgart.



Quellen und weiterführende Literatur

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