Warum sich dein Schlüssel verbiegt und wie du ihn schonst
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Aktualisiert: vor 1 Tag
Fast jeder macht es. Die Tür fällt zu, der Schlüssel steckt noch, und weil außen kein Griff ist, ziehst du die Tür gleich am Schlüssel auf. Als gelernter Mechatroniker sehe ich die Folgen an Stuttgarter Haustüren immer wieder. Der Schlüssel verbiegt sich, und irgendwann bricht er im Schloss. Dabei kostet der richtige Handgriff nichts. Ich zeige dir, warum das passiert und wie du es lässt.
Warum der Schlüssel bricht
Ein Schlüssel ist zum Drehen gebaut. Er überträgt eine kleine Drehkraft auf den Zylinder, mehr soll er nicht leisten. Man kennt das vom Schraubenzieher. Wer damit eine Kiste aufstemmt, hat hinterher eine krumme Klinge.
Ziehst du die Tür am Schlüssel, wirkt die Kraft zur Seite, quer zu seiner Achse. Am dünnsten ist der Schlüssel an seinem Hals, dort wo die Reide in den Bart übergeht. An dieser Stelle hält am wenigsten Material dagegen, also gibt der Schlüssel hier zuerst nach.
Ein einziges kräftiges Ziehen bricht ihn selten. Es ist die Wiederholung, die ihn ermüdet. Jedes Ziehen biegt den Hals ein Stück, an der Kante sammelt sich die Spannung, und irgendwann reißt dort ein feiner Riss ein. Der wächst mit jedem Mal, bis der Bart abbricht. Meist steckt er dann im Zylinder, und du stehst vor der eigenen Tür. Was dann hilft, steht im Ratgeber zum abgebrochenen Schlüssel im Schloss.
Warum auch der Zylinder leidet
Die seitliche Kraft bleibt nicht im Schlüssel. Sie drückt ihn schräg gegen den Kern und die Stifte im Zylinder. Der Kern ist fürs Drehen gebaut, nicht fürs Hebeln. Nach der Norm DIN EN 1303 muss ein guter Zylinder zehntausende Schließvorgänge aushalten. Die Prüfung kennt aber nur das saubere Drehen. Wer die Tür am Schlüssel aufreißt, belastet das Schloss auf eine Art, die dort nicht vorkommt. So altert mit dem Schlüssel auch der Zylinder schneller.
So machst du es richtig
Der Grund fürs Ziehen liegt meist an der Tür. Viele Haustüren haben außen keinen Drücker, nur einen Knauf, und wer mit vollen Händen davorsteht, nimmt den Schlüssel als Griff. Dann baue ich außen einen festen Zuggriff oder einen Knauf an, und der Griff ist da, wo vorher nur der Schlüssel war.
Wird der Schlüssel mit der Zeit schwergängig, sieht krumm aus oder wackelt im Zylinder, lass rechtzeitig einen frischen Zweitschlüssel vom heilen Original fräsen. Einen krummen Schlüssel gerade zu biegen bringt nichts, er bricht danach umso leichter.
Und wenn der Schlüssel doch einmal abbricht oder die Tür zufällt, öffne ich sie dir. Ich fahre jeden Einsatz selbst und bin in Stuttgart-Freiberg, Zuffenhausen oder Kornwestheim meist in rund 30 Minuten da. Die Türöffnung kostet 99 Euro Festpreis, alles dazu steht auf der Seite zur Türöffnung in Stuttgart. Wer vorher wissen will, wer da vor der Tür steht, findet das auf meiner Seite über mich.



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